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BeitragVerfasst: 22 Dez 2006, 22:07 
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Also bei meiner Bude hier, welche es verwaltungstechnisch locker mit der staatlichen Bürokratie aufnehmen kann, werden auch externe Leute beschäftigt. Oft ist sogar nur der Projektmanager ein interner (von wegen Kosten und so :?). Und diese Leute kommen u.a. mit Ihren eigenen Notebooks selbstverständlich nicht in unser Netzwerk aber es ist nach meiner Erfahrung auch in den meißten Fällen garnicht notwendig. Sofern ein Internetzugang (=EMailzugriff) vorhanden ist, reicht das im Normalfall vollkommen aus. Sollten in einigen Fällen dann mit sensiblen Daten gearbeitet werden, wird diesen Leuten Hardware zur Verfügung gestellt auf denen Sie dann mittels eines Virtualisierungstools (wie VMWare) Ihre Entwicklungsumgebung erstellen und konfigurieren können. Da diese dann auch vollständig abgekapselt sind, spielen firmeninterne Richtlinien nicht mehr so die übergeordnete Rolle (obwohl man Sie selbstverständlich berücksichtigen muss). Hierbei stellt sich natürlich die Frage, welche Art von Verträgen da ausgearbeitet werden. Aber um mal ganz ehrlich zu sein, ich würde so eine Tätigkeit niemals auf die Basis eines einzelnen Tools stellen. Im normal Fall wird es wohl kein Ruby auf den Kisten geben und daran würde sich auch nix ändern, wenn es nur einen einzigen Branch geben würde. Anbei befinde ich mich gedanklich in einem wirtschaftlich agierenden Unternehmen, in extrem sicherheitskritischen Bereichen mag dies durchaus anders aussehen jedoch bezweifle ich, dass dort überhaupt etwas wie Perl oder Ruby zur Verfügung steht.



der
Daniel

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BeitragVerfasst: 22 Dez 2006, 22:41 
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DanielBovensiepen hat geschrieben:
Oft ist sogar nur der Projektmanager ein interner (von wegen Kosten und so :?).

Kenne ich witzigerweise umgekehrt. Die Entwickler waren überwiegend fest angestellt.

DanielBovensiepen hat geschrieben:
Sollten in einigen Fällen dann mit sensiblen Daten gearbeitet werden, wird diesen Leuten Hardware zur Verfügung gestellt.

Alles wird zur Verfügung gestellt. Als Berater, und nur darum geht es, macht man keine Entwicklung. Man fasst nur vorhandene Sachen an, und zwar als Mittel um seinen Auftrag zu erledigen. Das wird oft mit viel Phantasie ausgelegt.

DanielBovensiepen hat geschrieben:
Da diese dann auch vollständig abgekapselt sind, spielen firmeninterne Richtlinien nicht mehr so die übergeordnete Rolle

Das ist vom Auftraggeber abhängig. Wenn die Vorgehensweisen vertraglich relativ festgeschrieben sind (beispielsweise V-Modell, IEEE-1220) und schriftlich in den Kapiteln eines Projekthandbuches festgelegt werden, ist alles schon sehr eingeschränkt.

DanielBovensiepen hat geschrieben:
... jedoch bezweifle ich, dass dort überhaupt etwas wie Perl oder Ruby zur Verfügung steht.

Und das mag jetzt überraschen, aber Perl und Python habe ich bisher immer angetroffen, Ruby ist in diesen Bereichen auf dem Vormarsch. Das betrifft bestimmt auch Sicherheitsbereiche, zumal die Bundeswehrhochschule ja offensichtlich schon länger Ruby einsetzt (http://www.unibw.de/inf2/Lehre/WT06/PraktUebersetzerbau).

Natürlich kann man nicht alles auf die Ruby-Karte setzen, sondern auch Python oder sogar Perl für manche Sachen einplanen, aber je mehr Alternativen man berücksichtigen muss, desto mehr unproduktive Arbeit(*) muss man machen.

(*): Die unproduktive Arbeit ist das Programmieren der Module, die dann unter (l)gpl-Lizenz benutzt werden können. Aus kaufmännischer Sicht ist das unproduktiv, weil es nicht direkt bezahlt wird.

>>>>> Edit >>>>>

DanielBovensiepen hat geschrieben:
... wird diesen Leuten Hardware zur Verfügung gestellt auf denen Sie dann mittels eines Virtualisierungstools (wie VMWare) Ihre Entwicklungsumgebung erstellen und konfigurieren können.

Sorry, hab ich erst jetzt so richtig begriffen :oops:
Das ging in der Entwicklung, und auch im Projektumfeld nicht. Im Konfigurationsmanagement wäre bei PVCS oder auch ClearCase noch eine gute Web-Schnittstelle sinnvoll einsetzbar, bei Doors, also der Verwaltung der Requirements macht eine Abkopplung inhaltlich keinen Sinn, und in der Entwicklung mit Rose ist zwar eine Verteilung da, nur wird Code ja überwiegend generiert.

Ausserdem würde es sich wegen der enorm teuren Lizenzen verbieten so etwas nicht zentral zu organisieren. Da werden doch normalerweise über einen Server eine Bestimmte Anzahl Lizenzen zur Verfügung gestellt und dynamisch vergeben. Wenn man jedem Entwickler eine zur Verfügung stellen würde, wäre das viel zu teuer, da sie ja auch nicht laufend von jedem benötigt werden. Das gilt auch für die Randerscheinungen, wie FrameMaker und Acrobat.

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Zuletzt geändert von WoNáDo am 22 Dez 2006, 23:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22 Dez 2006, 23:05 
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Ich habe den Thread jetzt als gelöst markiert, weil er das inhaltlich-technisch ist. Die letzten Beiträge haben ja nichts mehr direkt mit Ruby zu tun...

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BeitragVerfasst: 28 Dez 2006, 19:11 
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Interpreter

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Eine nachträgliche Anmerkung.

Momentan schaue ich mich mal etwas um und habe dabei auch einen näheren Blick auf JRuby geworfen. Soweit ich das bisher verstanden habe, könnte sich damit die Problematik der auf den Arbeitsrechnern von Kunden installierten Ruby-Version insofern erledigt haben, als dass man wohl allgemein davon ausgehen kann, dass Java normalerweise installiert ist (Runtime reicht ja).

Da ist dann Jruby nur ein normales Programm, welches man ohne Installation auf seinem persönlichen Bereich bereitstellt.

Wenn man sich dann auf die in Jruby laufenden Konstrukte beschränkt, dürften alle Ruby-Programme laufen.

Das ist wohl sogar sinnvoller, als sich direkt eine Zusammenstellung (rubyscript2exe oder so) mitzunehmen oder in seinem Bereich eine mswin32-Version zu installlieren, da dann noch alle benötigten Zusätze bei sein müssen.

Wenn jetzt noch ein .NET-Ruby rauskommt, dürften sich die Probleme mit der Benutzung von Ruby-Programmen bei beliebigen Kunden erledigt haben.

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