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Die Programmiersprache Ruby

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BeitragVerfasst: 11 Jun 2007, 09:54 
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janfri hat geschrieben:
Friedrich hat geschrieben:
Wenn hier Self genannte wird sollte ein Hinweis auf IO vielleicht nicht fehlen.

Io hatten wir schon weiter oben, aber ich muss zugeben, dass der Thread langsam unübersichtlich wird. ;)


Oh, hab' ich wohl übersehen, 'schuldigung. IO ist aber m.E. mehr als einen Blick wert...., aber das denke ich ja über mehrere Sprachen ;-)

Bis dann
Friedrich


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BeitragVerfasst: 15 Jun 2007, 22:16 
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Interpreter

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Ich komme aus aktuellem Anlass noch einmal auf etwas zurück - Smalltalk.

Das Problem mit einer verfügbaren Implementierung habe ich nicht mehr, da die non-commmercial-Version von VisualWorks meine Anforderungen erfüllt. Dokumentation habe ich inzwischen auch diverse in der Landesbibliothek gefunden.

Mit Smalltalk beschäftigte ich mich in erster Linie wegen einer fehlenden Kleinigkeit in Ruby, genauer gesagt in irb.

Ich möchte gerne für meine Anwendungen in jeder irb-Sitzung auf der letzten aufsetzen können, also alle interaktiv erzeugten Objekte, Klassen, Module auch wieder zur Verfügung haben. Das geht ja bekanntermassen nur teilweise mit oft recht umständlichen Hacks.

Genau so funktioniert aber Smalltalk. Deshalb sehe ich es mir mal genauer an.

Nebenbei kann ich eine zumindest einführende Beschäftigung mit Smalltalk jedem Ruby-Programmierer nur empfehlen. Es geht ganz schnell - man merkt sofort wo Ruby herkommt.

Ausserdem kann es für Jobs interessant sein, weil Smalltalk-Entwickler immer mal wieder gesucht werden, allerdings sollte man nicht nur in Deutschland schauen.

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BeitragVerfasst: 17 Jun 2007, 18:23 
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Interpreter

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Friedrich hat geschrieben:
Ziemlich ähnlich zu Self, aber doch eher noch aktiv weiterentwickelt.

Ich habe mich gerade mal informiert und bin mir wegen einer Sache nicht ganz sicher. Self gibt es nicht für Windows und Linux :?: :!:

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BeitragVerfasst: 15 Jun 2008, 12:29 
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Geselle

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@ Gekkonier:
Hast du herausgefunden wie man mit Boo auf Dateien zugreift?

Gibt es für Boo ein gutes Tutorial und ist Boo schneller als Ruby?


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BeitragVerfasst: 15 Jun 2008, 14:05 
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Lehrling

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WoNáDo hat geschrieben:
Ich habe mich gerade mal informiert und bin mir wegen einer Sache nicht ganz sicher. Self gibt es nicht für Windows und Linux :?: :!:

Für Linux siehe hier: http://tech.groups.yahoo.com/group/self ... ssage/2001


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BeitragVerfasst: 16 Jun 2008, 11:31 
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Meister

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Pit hat geschrieben:
WoNáDo hat geschrieben:
Ich habe mich gerade mal informiert und bin mir wegen einer Sache nicht ganz sicher. Self gibt es nicht für Windows und Linux :?: :!:

Für Linux siehe hier: http://tech.groups.yahoo.com/group/self ... ssage/2001


Nicht komplett richtig:
http://www.self-support.com/

Grüsse aus Heidelse
Friedrich


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26 Jun 2008, 08:33 
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ri
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flashdog hat geschrieben:
@ Gekkonier:
Hast du herausgefunden wie man mit Boo auf Dateien zugreift?

Gibt es für Boo ein gutes Tutorial und ist Boo schneller als Ruby?


Ehrlichgesagt bin ich was die Hobbyprogrammierung betrifft relativ ruhig geworden, hab andere Dinge gemacht die letzte Zeit. Ich nehme aber an, da es eine .Net Sprache ist, dass man einfach die Klassen vom Framework verwenden sollte. Ich denke auch, dass es bis zu einem gewissen Grade schneller als Ruby ist, Tests habe ich aber keine gemacht damals.


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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 11 Okt 2016, 18:58 
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Ich habe mein altes Hobby, das Programmieren wieder einmal neu entdeckt und daher kommts, dass dieser Thread hier ausgegraben wird.

Beim Programmieren einer Software für meinen Raspberry wollte ich nicht unbedingt Python oder C verwenden, und suchte daher nach anderen, neuen Programmiersystemen die ich mir so gut es geht beibringen kann.

Dabei habe ich mir nim angesehen. Das ist ein sogenannter Transpiler, das heißt aus Quelltext einer Sprache wird nach eine andere Sprache übersetzt, und dieses Ergebnis im Anschluss compiliert. Das ist in nim Richtung C, C++, Objective-C, Javascript möglich.
Nim selber hat einen Garbage Collector, den man allerdings "einstellen" kann. D.h. man verwendet eine Böhm Implementierung, Mark & Sweep oder man verzichtet gänzlich darauf und kümmert sich selber um seinen Speicher. Man kann dem GC sogar sagen, wie lange er dafür brauchen darf. D.h. wenn man z.B. ein Spiel schreibt kann man ausrechnen lassen wieviel Zeit einem pro Cycle übrig bleibt, und diese Zeit dem GC zuschanzen. Es ist damit auch möglich bare metal zu programmieren - es gibt irgendwo auf github eine Betriebssystemdemo dazu.
Die Syntax erinnert an Python (Blöcke werden eingerückt, statt wie bei Ruby mit {} oder do end gekapselt. Das Makro System ist auch sehr mächtig, und soweit meine Tests mit großen Datenmengen und Berechnungen gingen ist auch sehr schnell!

Ich habe mir auch Go angesehen, das fand ich dann weniger interessant - ich habs da wie mit Python, bisschen gespielt, nix gemacht, und deshalb kann ich dazu auch nix sagen.

Rust habe ich mir auch angesehen, dafür bin ich aber nicht genug masochistisch veranlagt. Die Lernkurve war mir dann doch etwas zu hoch. Obwohl es ja Aufgrund des Designs "fast unmöglich" ist Fehler (bis auf logische) zu produzieren und deshalb doch wieder sehr interessant wäre. Ich denke für sicherheitsrelevante Dinge hat das Ding bestimmt eine Zukunft, wenn denn mal endlich das Featureset fixiert ist.

Seit heuer sehe ich mir allerdings Lisp Sprachen an, und ich denke Racket wird mich sehr, sehr lange begleiten.

Warum?

Es mag nicht das schnellste sein, es braucht recht viel Speicher, aber es gibt für mich folgende Punkte, die es interessant machen:
- Linux (auch arm), Mac, Windows
- die IDE DrRacket erspart mir persönlich mich mit Emacs auseinanderzusetzen. Du drückst f5, und schwupps, kannst im REPL Dinge probieren, usw.
- Die Dokumentation ist außergewöhnlich umfangreich
- Das System wird aktiv weiterentwickelt
- Es gibt einen Haufen Packages, d.h. man muss nicht jedes Rad neu erfinden
- man kann verschiedene Sprachen im Racket System programmieren (racket, typed racket, r5rs, usw.)
dadurch ist es auch möglich klassiker wie SICP durchzupauken
- man kann eigene Sprachen kreieren! (daher gibts wohl auch scheme, typed racket usw. usf. es ist sogar ein algol 60 dabei)
- plattformunabhängige gui programmieren inkludiert!
- einfaches erstellen ausführbarer Dateien (launcher - ladet quelltext und führt aus, stand-alone - für dein aktuelles entwicklungssystem, distribution - für das ausführen von dem ganzen kram auf anderen computern (bytecod), verwendete libs werden mitkopiert
- super dokumentationssystem (scribble)
- webserver, datenbanken, alles dabei

Wie auch immer - mir machts Spaß damit zu programmieren.
Chicken-Scheme ist auch sehr nice, aber bei Racket sind die Batteries included, wie man so sagt. Die "Standarddistribution" von Racket enthält alle oben genannten Dinge, bei Chicken-Scheme muss man sich das wie gems laden, was nicht auf allen System gut geht.
Racket ist da wesentlich zugänglicher, deshalb ist es für einen Hobbyprogrammierer wie mich besser. Deshalb hat auch nim nicht "gewonnen".

So, hab ich auch wieder mal hier vorbeigeschaut, ich hoffe es geht euch allen gut!

lg, Gekko


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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 12 Okt 2016, 11:09 
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Moin, moin!

Ich bekam gerade eine Mail mit der Mitteilung, dass es einen neuen Beitrag in diesem Thread gibt - irre :D

Für meinen Obstrechner-Zoo (1*Banana Pi Pro, 3*Raspberry Pi 1B, 1*Raspberry Pi 2B, 2*Raspberry Pi 3B) experimentiere ich derzeit mit Erlang/OTP (die Betonung liegt auf OTP), um mir ein verteiltes System in einem eigenen Subnetz zu erstellen. Das hat allerdings nur Hobby-Priorität, so dass es ein Weilchen dauern wird, bis es läuft. Ich betreibe die alle Headless und benutze ein Netzwerk mit festen Adressen, so dass ich die vorkonfigurierten µSD-Cards nur einsetzen brauche um die Rechner anschliessend sofort per SSH benutzen zu können.

Weitere Sprachen, die ich schon auf den Rechnern installiert oder aus den Quellen bereitgestellt habe, sind Ruby 2.x, Python 3.x, Octave, R und GHC-Haskell. Nach der Bereitstellung liessen die sich jeweils problemlos nutzen, wobei ich nur einige Tests gemacht habe.

Das ist aber, wie schon erwähnt, noch im Anfangsstadium.

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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 12 Okt 2016, 11:48 
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WoNáDo hat geschrieben:
Ich bekam gerade eine Mail mit der Mitteilung, dass es einen neuen Beitrag in diesem Thread gibt - irre :D

Ich wollte ja keine 10 Jahre warten, hihi :D
WoNáDo hat geschrieben:
Für meinen Obstrechner-Zoo (1*Banana Pi Pro, 3*Raspberry Pi 1B, 1*Raspberry Pi 2B, 2*Raspberry Pi 3B) experimentiere ich derzeit mit Erlang/OTP (die Betonung liegt auf OTP), um mir ein verteiltes System in einem eigenen Subnetz zu erstellen.

Jetzt bin ich aber neugierig geworden! Was in etwa ist das Ziel der Installation? Ich könnte mir z.B. einen verteilten Raytracer oder Homeautomation vostellen. Allein, mir fehlt die Phantasie!

lg, Gekko!


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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 12 Okt 2016, 15:25 
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Gekkonier hat geschrieben:
WoNáDo hat geschrieben:
Für meinen Obstrechner-Zoo (1*Banana Pi Pro, 3*Raspberry Pi 1B, 1*Raspberry Pi 2B, 2*Raspberry Pi 3B) experimentiere ich derzeit mit Erlang/OTP (die Betonung liegt auf OTP), um mir ein verteiltes System in einem eigenen Subnetz zu erstellen.
Jetzt bin ich aber neugierig geworden! Was in etwa ist das Ziel der Installation? Ich könnte mir z.B. einen verteilten Raytracer oder Homeautomation vostellen. Allein, mir fehlt die Phantasie!
lg, Gekko!

Die Grundidee ist uralt. Mitte der 1980er Jahre sagte ein Kollege und guter Freund im Umfeld der System12-Switch-Entwicklung (https://de.wikipedia.org/wiki/System_12) als erster, dass er gerne solch ein Rechnersystem zuhause hätte. Der Grund war natürlich die unglaubliche Verfügbarkeitsrate (30 Minuten Totalausfall in 25 Jahren), sowie die Möglichkeit, Prozesse dynamisch parallel laufen zu lassen. Damals war das natürlich aus Kostengründen völlig ausgeschlossen und das System war in Bezug auf dynamisches Laden von Prozessen, also einer Funktion, die bei einem Universalrechnersystem unbedingt notwendig ist, schwach auf der Brust.

Der letzte Punkt, sowie die Möglichkeit hoch verfügbare Systeme zu schreiben, hat sich mit der Verbreitung von Erlang/OTP erledigt, aber das Kostenproblem im Zusammenhang mit der Hardware erledigte sich eigentlich erst mit dem Aufkommen der Obstrechner. Ausserdem erlaubt der geringe Energiebedarf dieser Rechner einen kostengünstigen 7/24-Betrieb.

So viel erst einmal zum Hintergrund, nun zu den Zielen.

Mit Heimautomatisierung beschäftige ich mich nicht, allerdings der oben angesprochene ehemalige Kollege von mir. Eine andere Anwendung einzelner Obstrechner könnte bei mir noch ein Videorekorder-Ersatz werden, aber das weiss ich noch nicht und es hängt auch nicht mit der an Anfang beschriebenen Anwendung zusammen. Ich beschreibe erst einmal die Hardware-Topologie, weil es ansonsten schwer zu erklären ist. Diese habe ich schon in dieser kompletten Zusammensetzung erfolgreich getestet.

Der Banana Pi Pro dient vorrangig als Router zwischen meinem normalen Heimnetz über WLAN und dem Obstrechner-Ethernet-Netz, sowie als Datenserver, an dem direkt ein 125GB SSD-Laufwerk dran hängt, sowie per USB-Hub bei Bedarf mehrere Platten, die per NSF in das Obstrechnernetz eingebunden werden. Ein Banana Pi Pro wurde es in erster Linie wegen des schon vorhandenen WLAN und eines konstruktiven Mangels der Raspberry Pi. Bei diesen läuft alles über den USB-Bus, also die Ethernet-Schnittstelle und alle USB-Schnittstellen. Ich versuchte einen Raspberry Pi mittels eines USB-WLAN-Sticks als Router einzusetzen, was letztendlich wegen zu geringer Zuverlässigkeit scheiterte (ich fand später im Netz diverse Beiträge anderer Nutzer, die gleiche oder ähnliche Probleme hatten). Der Banana Pi Pro wird, wie alle anderen Obstrechner auch, Headless betrieben, ist also weder mit einer Tastatur, noch einem Bildschirm verbunden. Wenn er Strom erhält, dann muss er komplett alleine starten und im WLAN verfügbar sein, so dass man per SSH-Kommando an den Rechner kommt.

Die ganzen Raspberry Pi werden nun über einen LAN-Switch mit dem Banana Pi Pro verbunden und haben ausser diesen Kabeln keine weiteren belegten Anschlüsse. Sie sind also von aussen (dem WLAN des Heimnetzes) nur indirekt über den Banana Pi Pro erreichbar und müssen natürlich, sobald sie Saft erhalten, von allein und ohne Eingriff von aussen starten.

Diese Konstellation habe ich getestet und die funktionierte nach einiger Zeit der Fummelei einwandfrei. Damit habe ich also ein lauffähiges Rechnercluster zur Verfügung, mit welchem ich 7/24 Daten verarbeiten und analysieren kann.

Das ist jedoch noch nicht ausreichend, weil zu kompliziert handhabbar. Ich will dieses Cluster (und später eventuell weitere) für mehrere verschiedene Aufgaben einsetzen:
  • Rohdatenbereinigung und -vorverarbeitung
  • Training im Rahmen von Machine Learning
  • Datenanalyse mittels statistischer Verfahren und Machine Learning

Hier bietet sich nun direkt Erlang/OTP an, weil ich von dort aus die ganze Rechneransammlung als ein System behandeln kann, weil ich von Erlang aus problemlos in anderen Sprachen geschriebene Programme starten und kontrollieren kann und weil sich Aufgaben dynamisch relativ leicht verteilen lassen. Diesbezüglich habe ich auch schon einige Experimente durchgeführt, allerdings in erster Linie auf mehreren vernetzten Notebooks, weil ich mir das alles auf dem Bildschirm ansehen wollte. Es lässt sich leicht auf die Obstrechner übertragen, aber dann sehe ich nicht mehr so viel von dem Live-Geschehen, was bei Experimenten natürlich dumm wäre.

Aber auch das reicht noch nicht, weil es immer noch viel zu kompliziert in der Handhabung ist.

Nun bin ich in der Phase mir ein Framework zu definieren, welches bezüglich der Prozessbehandlung meinen Vorstellungen entspricht. Dieses Ziel ist schon fast erreicht, weil ich im Rahmen der generischen OTP-Elemente meine Arbeitsprozesse, die ja in einer ganz anderen Sprache geschrieben sein können, recht einfach datengesteuert einbinden kann. Ich benötige also keine (oder sehr wenig) zusätzliche Programmierung, sondern nur Konfigurationsdateien.

Leider reicht das auch noch nicht aus, weil ich für die ganze Datenbehandlung, inklusive des Zugriffs auf Web-Daten, ein ähnliches allgemeingültiges Konzept im Framework benötige. Das steckt aber noch in den Kinderschuhen.

Einen der Raspberry Pi 3B will ich ausserhalb dieses geschlossenen Clusters betreiben, allerdings mit einer, wie auch immer gearteten, sicheren Verbindungsmöglichkeit zu selbigem. In meinem Heimnetz will ich auf diesem Stück Obst einen Hidden-Service (xyz.onion) einrichten. Dieser wäre dann über das Tor-Netzwerk erreichbar und ich könnte mich mit SSH einloggen, wenn ich aus irgend einem Grund mal einen Zugriff von aussen benötige. Das ist aber noch völlig in der Konzeptionsphase und ich muss erst einmal ein paar "Kleinigkeiten" lösen, wie die regelmässige automatische Unterbrechung meiner DSL-Verbindung durch die Telekom zwecks Wechsel der IP-Adresse. Ich muss dafür Sorge tragen, dass der Obstrechner das mitbekommt und sich anschliessend erneut beim Tor-Netzwerk bemerkbar macht.

Aber diesbezüglich fliesst noch viel Wasser den Rhein hinab...

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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 12 Okt 2016, 17:58 
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WaNaDo hat geschrieben:
Mitte der 1980er Jahre sagte ein Kollege und guter Freund im Umfeld der System12-Switch-Entwicklung


Oh Gott! Und ich dachte ich wäre der letzte Mensch auf der Welt der die Dinger noch kennt... Naja, bzw. deren Militärisches Schwesterlein, die MX 8K. Vor etwa 5 Jahren habe ich das letzte mal dran gesessen. Ich gab den Befehl zum Shutdown, ein Kamerad zog ein paar Sekunden später die Sicherung. AFAIK wurde sie danach von anderem Personal ausgerüstet.

@Obstalat:

Ich selber habe hier auch einen Raspberry. Ich gewann ihn vor etwa einem halben Jahr. Ich nahm ihn einmal in Betrieb um seine Funktion zu überprüfen und probierte danach etwas mit nerves herum.

Auch sonst experimentiere ich ein wenig mit meinem eigenen Pi und denen meines Arbeitgebers. Momentan steht ein Projekt um diese Pis in der engeren Auswahl für meine Bachelor Thesis.

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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 12 Okt 2016, 18:32 
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NobbZ hat geschrieben:
WaNaDo hat geschrieben:
Mitte der 1980er Jahre sagte ein Kollege und guter Freund im Umfeld der System12-Switch-Entwicklung

Oh Gott! Und ich dachte ich wäre der letzte Mensch auf der Welt der die Dinger noch kennt... Naja, bzw. deren Militärisches Schwesterlein, die MX 8K. Vor etwa 5 Jahren habe ich das letzte mal dran gesessen. Ich gab den Befehl zum Shutdown, ein Kamerad zog ein paar Sekunden später die Sicherung

Das passt - die Systeme waren bezüglich der Wartung auf eine Laufzeit von 25 Jahren eingerichtet, also bis irgendwann so um 2010.

NobbZ hat geschrieben:
...und probierte danach etwas mit nerves herum.

Ein Elixir-Projekt, ist ja interessant. Ich habe das zwar auch installiert, benutze es aber aus einem guten Grund eher nicht: Wenn man sowohl Erlang, als auch Ruby benutzt, kann man sich gedanklich leicht umstellen, aber zwischen Elixir und Ruby fällt das schon weit schwerer (besonders wenn man wirklich ein alter Knacker ist :( ).

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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 12 Okt 2016, 18:53 
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WoNáDo hat geschrieben:
Ein Elixir-Projekt, ist ja interessant. Ich habe das zwar auch installiert, benutze es aber aus einem guten Grund eher nicht: Wenn man sowohl Erlang, als auch Ruby benutzt, kann man sich gedanklich leicht umstellen, aber zwischen Elixir und Ruby fällt das schon weit schwerer (besonders wenn man wirklich ein alter Knacker ist :( ).


Na das ist das schöne an Nerves. In der Theorie sollte es gut möglich sein, bis auf das mix-file alles in Erlang zu schreiben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Blick über den Tellerrand!
BeitragVerfasst: 13 Okt 2016, 17:55 
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ri
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Wow, das Nerves Projekt sieht ja richtig interessant aus! Ob man das auch mit "lfe" "füttern" kann?
Elixir an sich schaut auch sehr interessant aus - aber zuerst möchte ich weiter lispeln.

Danke für eure Beiträge, wieder was neues gelernt!


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