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Die Programmiersprache Ruby

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 Betreff des Beitrags: Japanisch...
BeitragVerfasst: 25 Dez 2008, 18:23 
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schaut euch das mal an...wer soll da mithelfen? der fehler ist einer der dringensten, die das Release von Ruby 1.9.1 zu weihnachten aufgehalten haben. effektiv vergräbt sich das japanische MRI-team offenbar weiterhin in seiner sprachisolation.

lernt doch bitte endlich Englisch :(

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BeitragVerfasst: 25 Dez 2008, 18:56 
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Ich hatte im Krankenhaus ja zwangsläufig viel Zeit. Ich sah mir auch einige Beiträge der RubyConf 2008 an. Im Zusammenhang mit den Sprachproblemen stolperte ich im wahrsten Sinn des Wortes über Future of RubyVM.

Seitdem ist mir die Tragweite der Sprachproblematik im Zusammenhang mit Ruby erst einmal so richtig klar geworden - inzwischen sehe ich nicht erfolgte Reaktionen auf Ruby-Core nicht mehr als Desinteresse, sondern schlicht und einfach im Zusammenhang mit nicht vorhandenen Englisch-Kenntnissen.

Ich glaube allerdings nicht, dass sich daran in den nächsten Jahren so viel ändern wird, weil die Leute ja die gleichen bleiben.

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BeitragVerfasst: 25 Dez 2008, 19:16 
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Böser Admin 2
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ich schätze auch, dass Ruby damals vor allem die angezogen hat, die aufgrund fehlender japanischer doku/mailinglisten nicht bei Perl, Python, Smalltalk usw. mitarbeiten konnten. der "durchbruch" von Ruby mit dem erscheinen von Rails ist letzten endes auch der wachsenden englischsprachigen community zu verdanken.

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BeitragVerfasst: 30 Dez 2008, 12:34 
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Deswegen habe ich ruby vor ca. einem Jahr Richtung groovy/Java verlassen. Die Kombi läßt sich leichter verwenden als Ruby/C, da Groovy-Klassen 1zu1 in Java verwenden werden können und groovy die volle java Bibliothek zu Verfügung hat.

Die Geschwindigkeit Ruby ist ja auch nicht die schnellste nach 1.9.x.

Mit wingS und dem wingsbuilder z.B. lassen sich WebApps wie normale GUI-Anwendungen schreiben und tauscht man den wingsbuilder gegen den swingbuilder aus, hat man 1zu1 eine normale GUI-Applikation und braucht kein Rails/Grails lernen.

Die umfassendere Doku ist auf Englisch und einige der Entwickler sprechen auch Deutsch.

War alles in allem (für mich) eine Gute Entscheidung, da ich für die Arbeit Programme und Tools schreiben, und nicht dokus übersetzten, muß.

Mit http://www.groovy-forum.de/ gibt es auch ein Forum.

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hakuna matata


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BeitragVerfasst: 30 Dez 2008, 13:17 
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Interpreter

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Es ist ein altes Leid, dass es keine zur Sprache gehörende umfangreiche Dokumentation gibt, die nicht auf Japanisch geschrieben ist.

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BeitragVerfasst: 30 Dez 2008, 18:16 
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Nuby

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Was ich nicht verstehe ist, dass die ganze Sprache doch englisch aufgebaut ist. Da liegt es doch Nahe auch gleich die Dokumentation auf Englisch aufzuziehen. to_a -> to Array, to_s -> To String. each, readline...alles englisch und sogar naheliegende Begriffe. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich denken ein Engländer oder Amerikaner hat die Sprache ursprünglich entwickelt.


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BeitragVerfasst: 30 Dez 2008, 21:52 
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Interpreter

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Da steckt etwas anderes dahinter. Diese Begriffe sind in Programmiersprachen eigenständig, da seit langer Zeit definiert (die meisten jedenfalls). Anhand der Begriffe hat jeder Programmierer schon eine Vorstellung von der dahinter stehenden Bedeutung, ohne dass man überhaupt in eine zugehörige Beschreibung schaut.

Ich kenne drei Fälle, in denen man eine andere Begriffswelt genommen hat.
  • In Frankreich wurde und wird die Benutzung von Französisch in jeder Hinsicht stark unterstützt (beispielsweise mussten in den 1980er Jahren Sender zu mindestens 50% französischsprachige Musik senden). Irgendwann um 1970 wurde eine Algol60-Variante mit Französischen Schlüsselworten entwickelt. Dadurch war jeder Programmierer gezwungen sich die Begriffe zu merken und, was noch schwerwiegender war, man konnte nicht einfach ein normales Algol60-Programm übersetzen. Der Compiler verschwand dementsprechend ganz schnell wieder.
  • Für den Telefunken TR440 wurde Snobol4 von einem die deutsche Sprache liebenden US-Amerikaner implementiert - und zwar mit eingedeutschten Funktionsnamen. Gerhard, jemand aus unserer Abteilung, blieb damals nichts anderes übrig, als einen zweiten Interpreter zu bauen, damit die Sprache verwendbar bliebt.
  • Irgendwann in den 1990er Jahren (ob heute noch, weiss ich nicht) war die VBA-Variante für das Office-Paket an die installierte Sprachvariante angepasst. Ich werde nie vergessen, wie wir einen alten Freund aus England in München besuchten und er mich verzweifelt fragte, wie Do-While heissen könnte. Es war ganz einfach - solange mache musste man schreiben - aber wer soll darauf kommen?

Da nun Matz schon Programmierer war, also die Begriffswelt parat hatte, lag es wohl nahe sie zu benutzen, zumal die notwendigen ASCII-Interfaces in den 1990er Jahren überall zur Verfügung standen.

Wäre Ruby von Anfang an mit Japanischen Kürzeln und Methodenbezeichnungen erschienen, hätten wir wohl niemals etwas von der Sprache gehört.

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BeitragVerfasst: 30 Dez 2008, 22:06 
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Nuby

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Oh. Insofern sollte man sich ja sogar glücklich schätzen, dass man wenigstens diese Übereinkunft über Schlüsselwörter und Funktionsnamen getroffen hat.


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BeitragVerfasst: 30 Dez 2008, 22:35 
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WoNáDo hat geschrieben:
In Frankreich wurde und wird die Benutzung von Französisch in jeder Hinsicht stark unterstützt (beispielsweise mussten in den 1980er Jahren Sender zu mindestens 50% französischsprachige Musik senden).


Das ist auch heute noch so.

Was die Wörter und Methodennamen angeht: die stammen alle aus den Sprachen, von denen Ruby abstammt. #inject zum Beispiel aus Smalltalk. Daher verwundert das wenig.

Das mit VBA ist übrigens ein Klassiker, den ich noch miterleben durfte ;).

Mein Vater (Sysadmin) erzählt gerne davon, dass sich Siemens in den guten alten Zeiten gerne damit lächerlich gemacht hat, alle Begriffe im Hardwarebau einzudeutschen.

Gruß,
Skade


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BeitragVerfasst: 30 Dez 2008, 22:43 
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Skade hat geschrieben:
Mein Vater (Sysadmin) erzählt gerne davon, dass sich Siemens in den guten alten Zeiten gerne damit lächerlich gemacht hat, alle Begriffe im Hardwarebau einzudeutschen.

Nicht nur im Hardware-Bereich und nicht nur Siemens. Bei Siemens gab es zu Zeiten BS2000/Siemens 7.760 (also so um 1980 herum) noch eine Dokumentationsbesonderheit: Nur die Blätter einer Überschriftenhierarchie durften Inhaltstexte enthalten. Es gab dann also solche Konstrukte...
Zitat:
1. Allgemeines
1.1 Übersicht
1.1.1 Software
1.1.1.1 Entwicklung
1.1.1.1.1 Compiler
1.1.1.1.1.1 Fortran
Blabla bla bla
1.1.1.1.2 Hilfsprogramme
1.1.1.1.2.1 Quellbearbeitung
1.1.1.1.2.1.1 Editoren
1.1.1.1.2.1.1.1 Irgendeineditor
.
.
.

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BeitragVerfasst: 31 Dez 2008, 02:11 
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raistlin77 hat geschrieben:
Mit wingS und dem wingsbuilder z.B. lassen sich WebApps wie normale GUI-Anwendungen schreiben und tauscht man den wingsbuilder gegen den swingbuilder aus, hat man 1zu1 eine normale GUI-Applikation und braucht kein Rails/Grails lernen.
mit "webapplikationen" meinst du doch nicht etwa Java-applets?

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BeitragVerfasst: 31 Dez 2008, 09:42 
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Ich kann irgendwie den Sinn darin auch nicht entdecken. Wenn jemand eine Webapplikation wie eine Swingapp baut, ist das genauso Quark wie umgekehrt. Abgesehen davon finde ich Swing eh inakzeptabel, weil es sich krampfhaft weigert, auf Besonderheiten der Betriebssysteminterfaces einzugehen.

Gruß,
Skade


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BeitragVerfasst: 31 Dez 2008, 16:01 
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@murphy: Nein es entsteht ein Servlet das sich in jedem Servlet-Container (z.B. Tomcat oder Jetty) starten läßt.

@skade: Der Sinn besteht darin Webaplicationen genauso wie GUI Apllikationen zu schreiben, mit allen Vorteilen einer statefull-GUI, und zwar völlig losgelößt vom verwendetet Betriessystem oder eben als WebApp.

MfG

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Zuletzt geändert von raistlin77 am 31 Dez 2008, 16:04, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31 Dez 2008, 16:04 
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raistlin77 hat geschrieben:
@murphy: Nein es entsteht ein Servlet das sich in jedem Servlet-Container (z.B. Tomcat oder Jetty) starten läßt.

MfG


Aber was liefert das Servlet aus? ;) Und wie bau ich dann mehrere Servlets zusammen?

Gruß,
Skade


Zuletzt geändert von Skade am 31 Dez 2008, 16:13, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31 Dez 2008, 16:06 
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@skade. z.B. Tomcat oder Jetty oder iregnd ein Servlet-Container. Es entsteht ein WAR-File.

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