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 Betreff des Beitrags: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 30 Dez 2009, 12:33 
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Geselle

Registriert: 08 Okt 2008, 11:36
Beiträge: 112
Ich kam gerade auf eine Idee: Viele Leute wünschen sich bestimme Gems/Libraries oder Funktionen (ich grade z.B. eine vernünftige Bibliothek die BitTorrent unterstützt). Und ich denke einige wären bereit dafür kleine Beträge zu geben, die allerdings alleine keinen Entwickler reizen. Also habe ich mir überlegt, den Leuten die sowas nicht selber entwickeln können, aber Geld dafür hätten, eine Plattform zu bieten.
Das soll dann ungefähr so laufen: Man stellt einen Wunsch ein und wie viel man dafür bietet. Das Geld wird per PayPal an die Plattform gezahlt (oder z.B. die hälfte als Anzahlung). Andere die Interesse haben geben auch was dazu. Irgendwann meldet sich dann (hoffentlich) ein Entwickler, der den "Auftrag" annimmt. Ist die Implementierung den definierten Anforderungen (beim Erstellen des Auftrags angegeben) gerecht geworden, wird dem Entwickler das Geld ausbezahlt. Die wie auch immer entwickelte Software wird dann (soweit möglich) unter eine BSD-Lizenz gestellt (damit das ganze auch für Firmen interessant ist, die die Software in closed-source einsetzen wollen).

Ich wollte mal hinterfragen, ob Ihr an einer solchen Plattform Interesse hättet, und welche Wünsche ihr habt. Besonders gespannt wäre ich auf Vorschläge bezüglich der Bezahlung: Anzahlung? PayPal? Rechtlich bindender Vertrag mit dem Plattformbetreiber? Denn es ist schnell gesagt "Ich zahle 10€ für die Bibliothek".

Gruß,
Tim


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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 30 Dez 2009, 14:13 
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Hacker
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Hallo Tim,

habe ich das richtig verstanden? Man kann seine Anforderungen erfassen und angeben, was man dafür bereit ist zu bezahlen. Jetzt können Entwickler diese Anforderungen umsetzen und erhalten dann das Geld, richtig? Stelle ich mir, ehrlich gesagt, schwierig vor. Folgende Probleme kann ich mir dabei vorstellen:

  • Die Haftung muss geregelt werden. Wenn jemand Geld für eine Software bezahlt, will er in der Regel auch eine Gewährleistung haben (wenn diese ihm nicht sogar rechtlich zusteht)
  • wie soll die Software gewartet werden? Wenn der Entwickler das Interesse verliert, aber Änderungen an der fertigen Software gemacht werden müssen (z.B. aus rechtlichen Gründen)
  • ein Unternehmen, welches eine Anforderung einstellt, kann nicht monatelang warten, bis ein Entwickler kommt, der das Problem interessant findet
  • Ein Webportal ist keine vertrauensbildende Umgebung. Immerhin bietet man einer unbekannten Person Geld für eine Arbeit an. Wenn man bedenkt, wie penibel viele Firmen bei der Auswahl ihres Personals sind, habe ich meine Zweifel, dass sie das Risiko eingehen und die Katze im Sack kaufen
  • Eine Firma, die ein Open-Source-Projekt sponsorn möchte, wird dies wohl auch nicht über ein Webportal regeln, sondern die Entwickler persönlich auf Konferenzen, Talks, etc. ansprechen
  • viele Firmen bestehen auf unfreie Software, besonders, wenn sie für die Entwicklung Geld bezahlt haben. Es könnte ja der Konkurrent das Produkt mitverwenden
  • die Bereitschaft von Privatpersonen, für Software Geld auszugeben ist sehr gering

Huch, das liest sich ja sehr negativ. Vielleicht irre ich mich ja: ich bin schließlich kein Marketingexperte :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 30 Dez 2009, 14:52 
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Geselle

Registriert: 08 Okt 2008, 11:36
Beiträge: 112
Hey,
ja,fast. Man stellt nicht ein "ich hätte jetzt gerne eine Rails-Seite mit dem Design" usw., sondern "Ich hätte gerne ein Rails-CMS mit Bildergalerien, dynamischem Templating usw". Also eher generelle Dinge, die vielen Leuten was bringt.

  • Die Gewährleistung wäre zu Regeln wie man das immer bei OpenSource tut: Man gibt keine. (Es geht ja nicht um Enterprise-Grade Storage-Systeme, die 99,999999% Uptime brauchen usw., sondern um "Kleinigkeiten"
  • Die Wartung würde ich so machen wie man das immer macht. Es ist OpenSource, es wird z.B. auf GitHub gehostet und jeder kann forgen und 'nen Pull-Request senden, wenn er was verbessert hat. Wenn große Updates o.Ä. gewünscht sind: Einfach einen Auftrag vergeben.
  • Wenn ein Unternehmen so kritische/dringende Probleme hat ist so eine Plattform klar nicht das Richtige. Wenn aber eine Firma z.B. eine Idee mit, sagen wir meinem vorherigem Beispiel, der BitTorrent Bibliothek hat, könnte sie Betrag X dafür zur Verfügung stellen, der vllt. einen Programmierer ermutigt, das Projekt in Angriff zu nehmen. (Der vllt. eh grade eine [hobbymässige] Beschäftigung sucht).
  • Ein Beispiel für WebPortale: eBay, PayPal, Amazon, Alternate. Da schmeissen wir alle unser Geld gerne hin, ich denke nicht das es so anders ist. Wenn man als Bezahl-Gateway z.B. PayPal wählt ist das Vertrauen glaube ich relativ groß. Klar überweist niemand 300€ auf ein Schweizer Nummernkonto und hofft das dafür ein gutes Stück Software zurückkommt
  • Viele Firmen wenden sich grade von dieser falschen Idee ab, dass nur unfreie Software funktioniert. Viele Firmen setzen auf Support, ihre Marke und die frühe Marktposition. Es wäre ja auch möglich, wenn eine Firma einen Auftrag ausschreibt, die Software für 1 Monat close source zu halten und dann erst öffentlich zu machen. Das sind aber Details, denke ich
  • Viele Leute haben Ideen (zumindest geht es mir so), und ich wäre durchaus bereit 10€ für eine gute Bittorrent-Bibliothek auszugeben.

Ich denke es läuft auf eine Marketing-Frage hinaus. Wenn das ganze gut designt ist, vllt 2-3 bekannte Namen "dahinter" stehen, und halt alles professionell gemacht ist, sollte das laufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 30 Dez 2009, 15:48 
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Hacker
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Registriert: 03 Nov 2006, 22:48
Beiträge: 440
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21Studios hat geschrieben:
Also eher generelle Dinge, die vielen Leuten was bringt.
Die Bereitschaft Geld für generelle Dinge, die vielen Leuten etwas bringen auszugeben ist ungleich geringer, wie die für Dinge, die nur einen persönlichen Nutzen bringen. Beispiel: Steuern. Jemand der die Möglichkeit hat, kauft sich lieber ein neues Auto, um die Steuerlast zu senken, als das Geld der Allgemeinheit zugute kommen zu lassen. Wäre es anders, bräuchte der Staat keine Steuerfahndung und es würde auch niemand seine Millionen ins Ausland schaffen.

21Studios hat geschrieben:
Die Gewährleistung wäre zu Regeln wie man das immer bei OpenSource tut: Man gibt keine.
Stell' dir vor, es gäbe ein Schneiderportal nach dem gleichen Prinzip. Würdest du dort einen Anzug für 200 € in Auftrag geben, wenn du ihn nicht einmal reklamieren kannst, falls er dir nachher nicht passt? Ich jedenfalls nicht.

21Studios hat geschrieben:
eBay, PayPal, Amazon, Alternate
eBay ist ein Flohmarkt und Amazon ein Versandbuchhandel. Da werden nur Produkte gehandelt, die es bereits schon gibt. Daher kann sich jeder über die Merkmale der verkauften Waren im Vorfeld informieren, was bei Software, die ja erst entwickelt werden muss nicht möglich ist. PayPal ist ein Zahlungssystem und hat mit einem Portal für den Handel mit Programmierdienstleistungen noch weniger zu tun als eBay und Amazon.

21Studios hat geschrieben:
Viele Firmen wenden sich grade von dieser falschen Idee ab, dass nur unfreie Software funktioniert
Da widerspreche ich dir nicht. Aber die Frage ist, ob sie auch Geld für etwas bezahlen würden, was andere dann kostenlos haben dürfen. Und da habe ich meine Zweifel.

21Studios hat geschrieben:
Viele Leute haben Ideen (zumindest geht es mir so), und ich wäre durchaus bereit 10€ für eine gute Bittorrent-Bibliothek auszugeben.
Nur wird es kaum Leute geben, die diese Bibliothek dann für 10 € schreiben wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 30 Dez 2009, 16:00 
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Geselle

Registriert: 08 Okt 2008, 11:36
Beiträge: 112
Zitat:
Die Bereitschaft Geld für generelle Dinge, die vielen Leuten etwas bringen auszugeben ist ungleich geringer

Das sehe ich anders. Viele Firmen setzen Linux/BSD ein, benutzen den Apache oder Lighty Webserver und entwickeln mit Rails. Alles OpenSource, für all das Zahlen die Firmen nicht (Im Gegensatz zu vielen anderen, die teure Lizenzsoftware einsetzen). Die Bereitschaft von Firmen, die strategisch stark auf OpenSource setzen, etwas "zurückzugeben" schätze ich daher als hoch ein. Würde ich 5000€ Lizenzkosten sparen weil ich Linux-Server statt Windows-Büchsen benutze würde ich zumindest etwas an die "Community" zurückgeben wollen.

Zitat:
Stell' dir vor, es gäbe ein Schneiderportal nach dem gleichen Prinzip
Hier gebe ich dir allumfänglich recht. Die Plattform soll genau das berücksichtigen. Es wird vorher ein strikter Katalog ausgehandelt, was erfüllt werden muss: OS Kompatibilität, (Programmier)-Sprache, Lizenz usw. Ausgezahlt wird erst, wenn der Katalog vollständig abgearbeitet ist (Oder strategische Teilpunkte, die einzeln "bezahlt" werden: Ich zahle 5€ für rudimentäre BT-Funktionen auf Linux, und nochmal 5€, wenn es auch auf Mac OS läuft und ne saubere API bekommt).

Mit meinem Beispielen wollte ich nur zeigen, dass es durchaus vertrauen in Online-Plattformen gibt.

Zitat:
Aber die Frage ist, ob sie auch Geld für etwas bezahlen würden, was andere dann kostenlos haben dürfen. Und da habe ich meine Zweifel
Hier gilt wieder was ich schon eben meinte: Sie sparen durch den Einsatz von kostenloser Software so viel Geld, und profitieren davon so sehr, dass da glaube ich die erwähnte Bereitschaft zu finden ist.

Zitat:
Nur wird es kaum Leute geben, die diese Bibliothek dann für 10 € schreiben wollen.

Auch das stimmt. Daher würde ich eine Option einbauen, damit jeder, dem das etwas wert wäre, einen Betrag dazusteuern kann. Man kann dann klicken "Ich würde auch 5 € zahlen" oder "Ich würde 10€ drauflegen wenn die API das und das beinhaltet" (Also Sonderziele definieren).


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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 30 Dez 2009, 16:18 
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Interpreter
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Registriert: 03 Jul 2006, 14:53
Beiträge: 4872
Wohnort: RLP
21Studios hat geschrieben:

Die Gewährleistung wäre zu Regeln wie man das immer bei OpenSource tut: Man gibt keine. (Es geht ja nicht um Enterprise-Grade Storage-Systeme, die 99,999999% Uptime brauchen usw., sondern um "Kleinigkeiten")


Pass auf: das ist keine lizenzrechtliche Frage. Wenn ein Vertrag (zwischen dir als Plattformbetreiber und dem Kunden oder direkt zwischen dem Programmierer und einem Kunden) zustande kommt, regelt der Vertrag die Modalitäten. Darüber hinaus musst du aufpassen, dass du als Programmierer gerade nach deutschem Recht einige Verpflichtungen gar nicht abgeben kannst. Nach deutschem Recht kannst du auch die Urheberrechte nicht abgeben, du bist für immer der Urheber dieser Software.

Zitat:
Die Wartung würde ich so machen wie man das immer macht. Es ist OpenSource, es wird z.B. auf GitHub gehostet und jeder kann forgen und 'nen Pull-Request senden, wenn er was verbessert hat. Wenn große Updates o.Ä. gewünscht sind: Einfach einen Auftrag vergeben.


Also ich kenne Wartung anders :).

Zitat:
Wenn ein Unternehmen so kritische/dringende Probleme hat ist so eine Plattform klar nicht das Richtige. Wenn aber eine Firma z.B. eine Idee mit, sagen wir meinem vorherigem Beispiel, der BitTorrent Bibliothek hat, könnte sie Betrag X dafür zur Verfügung stellen, der vllt. einen Programmierer ermutigt, das Projekt in Angriff zu nehmen. (Der vllt. eh grade eine [hobbymässige] Beschäftigung sucht).


Solche Sachen können auch Sinn machen, wenn man kritische Probleme hat, aber bei bestem Willen niemand der eigenen Programmierer auf den Grund kommen: arkane Segfaults, irritierendes Verhalten alle Schaltjahre, etc.


Zitat:
Ein Beispiel für WebPortale: eBay, PayPal, Amazon, Alternate. Da schmeissen wir alle unser Geld gerne hin, ich denke nicht das es so anders ist. Wenn man als Bezahl-Gateway z.B. PayPal wählt ist das Vertrauen glaube ich relativ groß. Klar überweist niemand 300€ auf ein Schweizer Nummernkonto und hofft das dafür ein gutes Stück Software zurückkommt


Github hat zum Beispiel einen Paypal-Button, den du aktivieren kannst, um Spenden zu bekommen.

Zitat:
Viele Firmen wenden sich grade von dieser falschen Idee ab, dass nur unfreie Software funktioniert. Viele Firmen setzen auf Support, ihre Marke und die frühe Marktposition. Es wäre ja auch möglich, wenn eine Firma einen Auftrag ausschreibt, die Software für 1 Monat close source zu halten und dann erst öffentlich zu machen. Das sind aber Details, denke ich


Das ist in Firmen, die Produkte unter BSD-Lizenz vertreiben, nicht unüblich. Man vereinbart eine Ruhefrist, bevor der entsprechende Code veröffentlicht wird - oder nicht. Das ist aber ein Vertragsdetail, dass sich auch massig Arten formulieren lässt.

Zitat:
Viele Leute haben Ideen (zumindest geht es mir so), und ich wäre durchaus bereit 10€ für eine gute Bittorrent-Bibliothek auszugeben.


Wenn wir den Implementierungsaufwand für eine solche Bibliothek mal mit einer Woche ansetzen (wahrscheinlich horrende niedrig), sind das 500*5 = 2500€, wenn ich mal einen nicht unüblichen Programmierersatz ansetze. Also müssten 250 Leute diese Bibliothek so toll finden und auch noch 10€ zahlen, damit der wirtschaftliche Anreiz wirklich da ist.

Zitat:
Ich denke es läuft auf eine Marketing-Frage hinaus. Wenn das ganze gut designt ist, vllt 2-3 bekannte Namen "dahinter" stehen, und halt alles professionell gemacht ist, sollte das laufen.


Erstmal: sicherlich kann man das probieren. getacoder ist ein Beispiel für eine Seite, die sowas versucht - allerdings nicht explizit für open source. Wenn ich mir die heute so anschaue - eher unerfolgreich.

Das Problem an solchen Seiten ist ein grundsätzliches: die meisten Kunden haben keine gute Einschätzung, was Software kostet oder was Qualitätskriterien dafür sind. Wenn ich mir die Preise auf GAC so angeschaut habe, waren das meistens Preise, die ich persönlich als Beleidigung empfand oder nur in Indien haltbar.

Es gibt 3 nicht unübliche Modelle, wie sowas trotzdem abgewickelt wird:
- Spenden: der Entwickler verlangt nix, entwickelt vor sich hin und bietet eine Möglichkeit, ihm zu spenden.
Ein Angebot in dem Bereich ist der PayPal-Button auf GitHub.
- Bouties: Ich möchte Feature/Bugfix A in Projekt B und biete dafür einen festen Betrag C. Bezahlung gibts nur im Erfolgsfalle.
Bounties werden entweder von den Projekten selbst vergeben oder auch von einzelnen Firmen oder Gruppen. Pastie hatte zum Beispiel zeitweise einen Spendentopf, in den man einfach mal Geld einwerfen konnte, um Interesse auf ein bestimmtes Feature zu lenken.
Das wäre durchaus eine Stossrichtung: eine Seite, auf der man auf Lighthouse/GitHub/Redmine-Tickets bieten kann.
- Consulting: Das wird nicht über Webseiten laufen. Zu Varnish gibt es zum Beispiel eine Firma, die bezahlte Entwicklung anbietet.

Grundsätzlich: die Idee ist nicht neu, es ist aber sicherlich nicht alles probiert worden. Gerade als deutscher Anbieter würde ich jedoch auf jeden Fall nochmal einen Anwalt fragen, was möglich ist und was nicht. Bounty-Systeme sind wahrscheinlich am praktischsten, entweder als Spendentopf-Modell oder als "Pay on completion".

Gruß,
Skade


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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 30 Dez 2009, 17:05 
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Geselle

Registriert: 08 Okt 2008, 11:36
Beiträge: 112
Erstmal nochmal vielen Dank für die langen Beiträge!

Mit dem rechtlichen würde ich mich dann nochmal genauer informieren, Skade. Ich weiß es grade selber nicht wie sehr man sich da mit "ich blase den Code raus" einfach von den Verpflichtungen lösen kann.

Ich meinte mit Wartung das übliche Updaten usw. in OS-Projekten. (In dem Fall wo man nicht mit dem Hauptentwickler / 'ner Service-Firma 'n Wartungsvertrag hat)

Das mit dem BSD hatte ich auch so im Kopf, und wenn ich mich nicht täusche ist das von ihr angesprochene Bounty-System grade bei FreeBSD üblich. Man "mietet" sich 2 Entwickler, lässt die die gewünschte Erweiterung / Verbresserung entwickeln und released das später wieder OpenSource.

Gedacht war das ganze nicht als reine Gewinn-Maschine für alle Beteiligten, sondern eher als ein netter Anreiz. Wenn ich eh hobbymässig/in meiner Freizeit programmiere kann ich mir noch 'n paar Euro verdienen. Oder halt auf Bounty-Basis als freier Entwickler,wenn man grade nichts "besseres" findet…

Diese Getacoder-Gedöns ist wieder so… *bäh* Windows-Entwickerl, ASP.net, PHP… als ich die Seite aufgemacht hatte war mir klar, da geht garnix. Und der Ansatz ist auch iwie… nicht so wie ich das wollte.

Klar will niemand das Zahlen was der Programmierer will, daher auf der Ansatz mit verschiedenen "Ziel-Stufen". Die liessen sich ja mit dem Bounty-Ansatz verbinden, den ich echt gut finde (und das war quasi das wie ich mir das vorgestellt hatte). Man sagt "100€ für das", und wenn jemand die Funktion einbaut wird ihm das Geld ausgezahlt. In Verbindung mit dem Issue-Tracker sehr brauchbar.

Ich würde da besonders setzen auf: Eine lebhafte Community (Voting, Reputation, Verknüpfung) und OpenSource. Die Plattform schreit gradezu nach Rails, einem API und einer Verbindung an Issuetracker- API's (direkt mal nachgucken ob die welche haben..)

Edit: GitHub hat 'ne API. Die sieht brauchbar aus, man kann wohl darin suchen.
Edit2: Lighthouse hat auch ne gute API


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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 31 Dez 2009, 20:22 
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Geselle

Registriert: 08 Okt 2008, 11:36
Beiträge: 112
Hier mal das Git-Repo dazu, habe n bissel was zusammengeschuster… super unaufgeräumt und gewachsen.
DB: MongoDB, gems über "sudo rake gems:install" im Projektordner


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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 01 Jan 2010, 20:08 
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Nuby

Registriert: 04 Sep 2005, 19:10
Beiträge: 8
Wohnort: Wien
Zitat:
Ich kam gerade auf eine Idee: Viele Leute wünschen sich bestimme Gems/Libraries oder Funktionen (ich grade z.B. eine vernünftige Bibliothek die BitTorrent unterstützt). Und ich denke einige wären bereit dafür kleine Beträge zu geben, die allerdings alleine keinen Entwickler reizen. Also habe ich mir überlegt, den Leuten die sowas nicht selber entwickeln können, aber Geld dafür hätten, eine Plattform zu bieten.

Entschuldigt bitte, falls das zu sehr Off-Topic ist: Kennst du libtorrent-ruby? Ist zwar nur ein Interface zu einer C++ Library und daher nicht komplett in Ruby geschrieben, aber ich denke für die meisten Zwecke sollte sich das durchaus als "vernünftig" bezeichen lassen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Bezahlte Entwicklung
BeitragVerfasst: 01 Jan 2010, 20:11 
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Geselle

Registriert: 08 Okt 2008, 11:36
Beiträge: 112
ot:
letzes update 2k6, compiled nicht durch.


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