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Die Programmiersprache Ruby

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 Betreff des Beitrags: GUI und CLI, Ruby auf Windows/Mac
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 18:25 
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Schüler

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Beiträge: 26
Moderationshinweis: Dieses Thema wurde von diesem abgetrennt, weil die Diskussion sich in eine vom ursprünglichen Thema völlig abweichende Richtung bewegt hat.

Quintus hat geschrieben:
Ich kann dieses „Argument“ nie nachvollziehen. Ich arbeite fast ausschließlich auf der Konsole, weil alles unglaublich viel schneller und einfacher geht.


Ich erkläre dir das:
Es gibt leute, die denken bei "PC Spiel" an Facebook-Flash-Games (das sind in der Regel auch die Linux'er). Andere denken dabei an "The Witcher 2" oder "Far Cry 4".
Das eine hat mit dem anderen nichtmal entfernt etwas zu tun. Da ist die Distanz zwischen GIMP und Photoshop sogar noch geringer.
Dennoch sind beides "Spiele" und müssen so genannt werden.
Wenn ich hier an meinem Fedora was für meinen kleinen privaten nutze mache, dann is mir in erster linie wichtig das es funktioniert.
Will ich mein Programm nachher aber bei google play reinstellen und über Rubinius(edit: soll natürlich Roboto heissen, nicht Rubinius!) starten, dann kann ich noch so viele ReadMe's dazulegen,
und keiner will mein Programm haben.
Ich arbeite mit yum auch auf der Kommandozeile, zumal fedora garkein grafisches Paketmanagement hat. Aber wenn ich etwas Programmiere, und das vielleicht weitergeben will, dann is die Kommandozeile eben doch grade mal ein Level über Commodore 64. (Es sei denn ich gebs an andere Nerds weiter, die sehen das gechillter.)

Wenn ich aber jemandem erst erklären muss, wie umständlich das ist, ein aktuelles Ruby zu installieren.
Dem dann erklären muss, wie man ein Terminal startet (was, wie du ganz richtig siehst auf Windows und Mac nich so einfach ist).
Und dann was ich mir hab für lustige kommandos einfallen lassen, wie man mein Programm startet und steuert.
Dann sagt mir der benutzer: Ehhh ja ne, danke, machse ma alleine ne?

Wir sind heute nicht mehr im "alles muss funktionieren und zwar schnell" Zeitalter. Sonst würden alle Menschen BSD in reinform nutzen.
Aber Windows und Mac sind DESWEGEN so erfolgreich, weil der Benutzer ruhig mal unbedarft sein darf und dennoch zum Ziel kommt.
Ich find das beste beispiel ist eine EXE datei:
der Windowsuser kann doppelklicken, das Programm installiert, fertig.
Der Linuxuser muss wissen was ./configure macht, was make macht und wieso dann make install. Und dann hoffen das es funzt.
(Und was ein Mac user tun muss, weiß ich nicht, bin ein Apple Feind)

Deswegen wird Linux immer das Nerd-system bleiben das es ist. Weil andere leute nicht die Zeit haben, sich mit sowas überflüssigem auseinander zu setzen
wie der Kommandozeile. Die sitzen den ganzen Tag an der Kasse, liegen unterm Auto mit schraubenschlüsseln in der Hand oder bemalen Wände. Wenn die abends heim kommen, haben die meisten besseres zu tun als jetzt noch eben zu lernen, wie man ein tar.gz auspackt, die rechte dafür festlegt, und den inhalt kompiliert. Besonders wenn sie auf Win genau das selbe, machen können, mit nem doppelklick.

Ergo: Ich hoffe wirklich, dass Shoes 4 fertig ist, wenn ich endlich soweit bin "echte" Programme zu schreiben in Ruby. Wenn ich nämlich jetzt schon weiß, das ALLES was ich code für mich und für andere Nerds ist, dann wird das ein kurzes Gast-Spiel. Meine erste Etappe ist es, ein Programm für YaST-Ruby-bindings auf openSuse zu schreiben. Und das mit voller GUI... das hab ich mir so als Ziel gesetzt.


Quintus hat geschrieben:
Ruby ist keine kompilierte, sondern eine interpretierte Sprache :-)

Ja genau deswegen wunderte es mich ja so sehr, das es funktioniert.
Interpretierte Sprachen sind ja eigentlich super langsam. Insbesondere weil in dieser Drohne sicher kein Octacore Prozessor wohnt.
Und KI sollte superschnell sein, (insbesondere wenn man damit Fliegende Roboter steuert ;D )
Und trotzdem hat dieser Mann das wirklich gut hinbekommen, das war für mich etwa wie eine Marien-Erscheinung für Christen.

Grüße BS


PS. Shoes 4 weil: Shoes 3 soll so unglaublich fehleranfällig sein und meist nur mist machen. Shoes 4 wurde deswegen wohl von Grund auf komplett neu geschrieben, was mich einfach hoffen lässt. Leider ist Shoes lernen gleichbedeutend mit Mandarin lernen, da es niemanden zu geben scheint der das Bedürfnis hat, es einem Flüssig bei zu bringen. Und die ofiziellen Online "Tutorials" mehr... Humorvoll .. sind als informativ.


Zuletzt geändert von Quintus am 14 Aug 2014, 10:11, insgesamt 2-mal geändert.
Theme abgetrennt, umbenannt und verschoben


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 18:52 
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Beiträge: 693
Wenn du fertig lauffähige Programme für die Windows-Welt schreiben willst und nicht willst, dass der Windows Nutzer sich mit seinem System dafür auseinander setzen muss ist Ruby die falsche Sprache, denn der Nutzer müsste zuvor immer noch Ruby installieren und dann die Gems die dein Programm voraussetzt und gerade letzteres wird unter Windows immer wieder zu einem Problem, weil viele Gems bei der Installation ein funktionierendes Build-System voraussetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 19:05 
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Schüler

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Das ist mir natürlich bewusst.. Aber wie das mit JRuby aussieht oder sogar mit Ocra, weiß ich noch nicht.
Es reicht am Ende ja auch wenns eben nur linux-fähig ist. Es soll nur keine kommandzeile brauchen. Es soll "1-Click" Ausführbar sein.
So das es innerhalb einer Desktopumgebung wie Gnome (speziell Cinnamon) nicht mehr aus dem Rahmen fällt wie eine .com file in Windows 8


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 19:35 
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Wenn ich mir deine Anforderungen so anhöre, weiß ich nicht, ob Ruby wirklich das richtige für deine Zwecke ist… Ruby ist in erster Linie eine Systemsprache und stammt eben aus der UNIX-Ecke. Da geht man von kompetenten Nutzern aus, die auch mal Abhängigkeiten installieren können.

Mit deinen Anforderungen wirst du aber auch keine Anwendung in Python, Perl oder irgendeiner anderen Skriptsprache schreiben können, sondern bist auf kompilierte Sprachen festgelegt (solange Windows keinen Paketmanager bekommt, was nicht absehbar ist). Ich greife für Windows-GUI-Programme im Normalfall zu C++ und ein Toolkit wie Gtk+ oder Qt.

Mit JRuby kannst du keine nativen Gems verwenden, Toolkits wie Gtk+ oder Qt fallen daher flach. Du musst das verwenden, was du von Java aus ansteuern kannst, was im Endeffekt meist auf Swing herausläuft. Abgesehen davon will auch Java erst installiert werden.

Wie kommst du auf Rubinius?

BinarySoul hat geschrieben:
Deswegen wird Linux immer das Nerd-system bleiben das es ist. Weil andere leute nicht die Zeit haben, sich mit sowas überflüssigem auseinander zu setzen
wie der Kommandozeile. Die sitzen den ganzen Tag an der Kasse, liegen unterm Auto mit schraubenschlüsseln in der Hand oder bemalen Wände. Wenn die abends heim kommen, haben die meisten besseres zu tun als jetzt noch eben zu lernen, wie man ein tar.gz auspackt, die rechte dafür festlegt, und den inhalt kompiliert. Besonders wenn sie auf Win genau das selbe, machen können, mit nem doppelklick.


Ahem. Ich werde auf eine Antwort darauf verzichten.

Vale,
Quintus

EDIT: Die ursprüngliche Wortwahl war zu harsch. Ich entschuldige mich für den Ausfall.

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Ich bin freischaffender Softwareentwickler und freue mich über jedes neue Projekt. Kontaktinformation auf meiner Website.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 19:36 
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Ocra hat lange Zeit nur Ruby 1.8.x unterstützt, ich sehe aber gerade auf GitHub, dass die aktuelle Version auch 1.9.x und 2.0.x kann…

Dennoch bleibt das Problem dass Ocra im Prinzip lediglich die Ruby-Executable und das Script in eine EXE bündelt, wie es sich mit externen Abhängigkeiten verhält (also Gems und deren Abhängigkeiten) weiß ich nicht, und da die README auf Github darüber nichts sagt und die HomePage immer noch auf rubyforge verlinkt ist, kommt man gerade nicht an weitere Infos.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 19:56 
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Beiträge: 26
Eh.. Rubinius, hab ich das wirklich geschrieben? :-D

Ich meine natürlich Ruboto, das macht auch viel mehr Sinn im zusammenhang mit Android ;D

Und wie gesagt. Es MUSS nicht zwangsläufig an Windows gekettet werden. Es soll nur zwangsläugig am ende eine GUI haben. Und ich will da garnicht zu sehr rumdiskutieren, weil ich mich noch garnicht mit der Ruby eigenen TK auseinander gesetzt habe, sondern nur gegoogled hab. Und dabei ist Shoes das einzige Projekt gewesen das noch weitergeführt wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 20:23 
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Beiträge: 693
TK ist nicht Ruby-eigen.

Schlimmer noch, es ist zwar Bestandteil der Std-Lib, aber wird in den seltensten Fällen mitinstalliert. Vergiss im Zusammenhang mit Ruby TK einfach.

Vergiss im Zusammenhang mit Ruby am besten den Punkt mit GUI gleich wieder.

Es tut mir leid dir das zu sagen, aber wenn du GUI und Scripting und portierbarkeit haben willst, dann nimm Python. Dann musst du aber AFAIK wieder auf Android als Target verzichten.

Es ist nicht leicht…

Mal davon abgesehen, ist Rubuto fürchterlich langsam am Start. Auf meinem Galaxy Note 8" (GT-N5100) dauert der Start von Rubuto IRB etwa 30 Sekunden…

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 21:39 
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Rubyist

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Beiträge: 346
Quintus hat geschrieben:
Wenn ich mir deine Anforderungen so anhöre, weiß ich nicht, ob Ruby wirklich das richtige für deine Zwecke ist… Ruby ist in erster Linie eine Systemsprache und stammt eben aus der UNIX-Ecke. Da geht man von kompetenten Nutzern aus, die auch mal Abhängigkeiten installieren können.


Anwendungen wie z.B. Vagrant beweisen das Gegenteil. Es ist kein Problem einen Installer zu bauen, der ein Ruby, die nötigen Gems und falls nötig vorkompilierte Extensions installiert.

Quintus hat geschrieben:
Mit deinen Anforderungen wirst du aber auch keine Anwendung in Python, Perl oder irgendeiner anderen Skriptsprache schreiben können, sondern bist auf kompilierte Sprachen festgelegt (solange Windows keinen Paketmanager bekommt, was nicht absehbar ist). Ich greife für Windows-GUI-Programme im Normalfall zu C++ und ein Toolkit wie Gtk+ oder Qt.


Ein guter Installer ist die halbe Miete, einen Paketmanager braucht's dafür nicht. Cross-Platform Gui-Toolkits ist so ne Kiste unter Ruby, das ist allerdings wahr. Das hier https://github.com/ryanmelt/qtbindings sieht wenigstens aus als ob's aktiv maintained wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 21:47 
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Beiträge: 1906
Etwas habe icg ganz überlesen:

Zitat:
Das problem ist nämlich, das die alle etwas machen das sich "Test Driven Developement" nennt, was für jemanden der weder Ruby noch Rails kann
vollkommen absurde Zeitverschwendung ist.


Warum? Wenn du eine Programmiersprache lernst, dann hat man doch am Anfang viel try and error.
Warum nicht das try and error Test getrieben machen?

array_spec.rb


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require 'spec_helper'

describe 'Array' do
it 'let me add an value' do
a = []
a + 1
expect(a).to eq([1])
end
end

#> rspec spec/array_spec.rb
#> fail
#> edit spec

describe 'Array' do
it 'let me add an value' do
a = []
a.push 1
expect(a).to eq([1])
end
end

#> rspec spec/array_spec.rb
#> ok


Am Ende hast du eine Menge specs, die zeigen, wie du was gemacht hast. Ist gleichzeitig ne Doku für dich.
Und es wird dich zwingen kleine Schritte zu gehen.

_________________
Grüße
Jack


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 21:52 
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Rubyist

Registriert: 09 Jun 2009, 18:00
Beiträge: 346
BinarySoul hat geschrieben:
Wenn ich aber jemandem erst erklären muss, wie umständlich das ist, ein aktuelles Ruby zu installieren.
Dem dann erklären muss, wie man ein Terminal startet (was, wie du ganz richtig siehst auf Windows und Mac nich so einfach ist).
Und dann was ich mir hab für lustige kommandos einfallen lassen, wie man mein Programm startet und steuert.
Dann sagt mir der benutzer: Ehhh ja ne, danke, machse ma alleine ne?


Bau dir nen Installer der das einfach alles macht. Dateien in vorgefertigte Pfade abzulegen ist auch unter Windows ein weitgehend gelöstes Problem. Muss ja nicht alles in einer einzelnen Datei sein am Ende.

BinarySoul hat geschrieben:
(Und was ein Mac user tun muss, weiß ich nicht, bin ein Apple Feind)


Nichts. Bei uns Mac-Usern funktionieren (fast alle) Apps einfach so. Man legt die hin wo man will und wenn man sie nicht mehr will löscht man sie einfach und sie sind restlos und sauber weg.

BinarySoul hat geschrieben:
Deswegen wird Linux immer das Nerd-system bleiben das es ist. Weil andere leute nicht die Zeit haben, sich mit sowas überflüssigem auseinander zu setzen
wie der Kommandozeile. Die sitzen den ganzen Tag an der Kasse, liegen unterm Auto mit schraubenschlüsseln in der Hand oder bemalen Wände. Wenn die abends heim kommen, haben die meisten besseres zu tun als jetzt noch eben zu lernen, wie man ein tar.gz auspackt, die rechte dafür festlegt, und den inhalt kompiliert. Besonders wenn sie auf Win genau das selbe, machen können, mit nem doppelklick.


Ich weiss ja nicht, wann du das letzte Mal eine aktuelle Distribution in der Hand hattest, die für Desktop-Systeme ausgelegt war, aber die Zeiten die du beschreibst sind lange vorbei. Das mach ich auf nem Server wo ich gerne mein Kompilat auf meine CPU angepasst hätte oder wenn ich alpha-Software installiere, aber alles was als Zielgruppe Autoschrauber oder Maler oder Kassierer hat kommt heutzutage sauber und elegant als .deb oder .rpm und installiert sich auf Doppelklick. Wer nem Standard-User ein Gentoo in die Hand drückt erschlägt auch Robbenbabies.

BinarySoul hat geschrieben:
Quintus hat geschrieben:
Ruby ist keine kompilierte, sondern eine interpretierte Sprache :-)

Ja genau deswegen wunderte es mich ja so sehr, das es funktioniert.
Interpretierte Sprachen sind ja eigentlich super langsam.


Weder der eine noch der andere hat recht. Jruby ist z.B. JIT-kompiliert. Die Linie zwischen rein interpretierten Sprachen und rein kompilierten Sprachen ist inzwischen ein ziemlich breiter Streifen auf dem sich viele Sprachen je nach runtime mal weiter da, mal weiter da ansiedeln. Siehe z.B. C auf LLVM/Clang.

BinarySoul hat geschrieben:
PS. Shoes 4 weil: Shoes 3 soll so unglaublich fehleranfällig sein und meist nur mist machen. Shoes 4 wurde deswegen wohl von Grund auf komplett neu geschrieben, was mich einfach hoffen lässt. Leider ist Shoes lernen gleichbedeutend mit Mandarin lernen, da es niemanden zu geben scheint der das Bedürfnis hat, es einem Flüssig bei zu bringen. Und die ofiziellen Online "Tutorials" mehr... Humorvoll .. sind als informativ.


Da ich die Shoes-Leute persönlich kenne: Die haben echt alle Hände voll zu Tun das System zum Laufen zu bringen und freuen sich über jeden, der einen kleine Guide schreibt. Wär doch mal was, statt die Zeit mit Meckern zu verbringen. Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 22:41 
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Registriert: 06 Jul 2014, 16:34
Beiträge: 26
xylakant hat geschrieben:
Da ich die Shoes-Leute persönlich kenne: Die haben echt alle Hände voll zu Tun das System zum Laufen zu bringen und freuen sich über jeden, der einen kleine Guide schreibt. Wär doch mal was, statt die Zeit mit Meckern zu verbringen. Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.


Ich geh fast davon aus das ich damit gemeint war. Ich mecker hier in keinem Wort, das wird leider nur empfunden.
Der Problemkern liegt auch weniger bei Ruby, sondern bei der phillosophischen Grundeinstellung zwischen GUI tools und non-GUI tools unter Linuxern.
Ich könnte da auch in ein x-beliebiges Linux forum gehen und fragen obs ne GUI zu 'dd' gibt. "Nein" wird da keiner antworten, sondern jeder wird mit
"Wieso willste das? Ist doch voll unnötig! Les doch mal hier das 700 Seiten lange Buch und schau dir die Abhandlung an!" etc kommen. (natürlich zurecht, wenn wir über dd reden ^^)
Und da fühlen sich Linux-User praktisch pro former schonmal direkt angegriffen oder in Rechtfertigungsnot.
Das ist ein Linux Grundgesetz "Never ask for a GUI".
Dabei will das garkeiner ;D

Ich selber benutze Windows nur zum Spiele starten, weil es darin nunmal unschlagbar ist (wegen dem Support der Hardwarehersteller und natürlich der Spielehersteller) und das schon seit Jahrzehnten (Mit suseLinux 9.1 begonnen, weiß nicht wie lange das her ist.)

Und falls das ehr auf Shoes als auf die Gesamt-Thematik der GUI's gemünzt war, würde ich mich freuen ein Tutorial zu schreiben, bzw. eine YT Reihe dazu zu machen. Jedoch müsste ich selbst dazu erstmal Shoes verstehen, und das bedeutet in erster linie, mit Ruby-Verstehen mal fertig werden.
Um mich daran zu erinnern wie weit ich mit "ruby verstehen" bin, brauche ich mir nur die empfohlene Seite anzusehen die darlegt, was der Unterschied zwischen procs und lambdas ist, und schon weiß ich wieder, das ich noch SEHR viel zu lernen habe.

slowjack2k hat geschrieben:
Warum? Wenn du eine Programmiersprache lernst, dann hat man doch am Anfang viel try and error.
Warum nicht das try and error Test getrieben machen?

Weil man nie weiß, wozu man eigentlich einen Test schreibt.
Das ist als wollte ich Arzt werden und beginne damit bücher über Symptomatik zu welzen, statt Biologie.
Wenn man nicht weiß was "puts" macht, hilft das kein Stück, schonmal vorher zu wissen, wie mans testet.
Zumal es in diesem Beispiel ja um Rails ging, was bedeutet das man als vollblut-anfänger nichtmal weiß, was Rails und Ruby unterscheidet.

Ich muss mich generell aber auch mal korrigieren. Ich habe mich wohl etwas missverständlich Ausgedrückt.
Ich WILL nicht "unbedingt" für Windows und Mac und Android arbeiten. Das sollte lediglich ein Beispiel zur veranschaulichung
werden. Was ich will, ist fürs allererste nichts anderes als ein Programm mit GUI, das sich der YaST-Ruby-bindings bedient.
Darauf arbeite ich hin. Wenn ich das erstmal habe, schaue ich ob ich den nächsten Schritt gehe und davon Derivate für andere Betriebsysteme mache.

Was ich NICHT will, ist eine Version von dem Programm für Gnome, eine für KDE, eine für XFCE etc etc.. es sollte schon so weit wie möglich universal laufen und nicht ZU VIELE Abhängigkeiten haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 13 Aug 2014, 23:19 
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Rubyist

Registriert: 09 Jun 2009, 18:00
Beiträge: 346
BinarySoul hat geschrieben:
xylakant hat geschrieben:
Da ich die Shoes-Leute persönlich kenne: Die haben echt alle Hände voll zu Tun das System zum Laufen zu bringen und freuen sich über jeden, der einen kleine Guide schreibt. Wär doch mal was, statt die Zeit mit Meckern zu verbringen. Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.


Ich geh fast davon aus das ich damit gemeint war. Ich mecker hier in keinem Wort, das wird leider nur empfunden.
Der Problemkern liegt auch weniger bei Ruby, sondern bei der phillosophischen Grundeinstellung zwischen GUI tools und non-GUI tools unter Linuxern.
Ich könnte da auch in ein x-beliebiges Linux forum gehen und fragen obs ne GUI zu 'dd' gibt. "Nein" wird da keiner antworten, sondern jeder wird mit
"Wieso willste das? Ist doch voll unnötig! Les doch mal hier das 700 Seiten lange Buch und schau dir die Abhandlung an!" etc kommen. (natürlich zurecht, wenn wir über dd reden ^^)


Vollkommener Unsinn. Es gibt eine GUI zu dd (http://www.ubuntugeek.com/gdiskdump-gui-for-diskdump-dd.html und dd-gui [MacOS]). Kommt im übrigen als .deb und installiert sich über Doppelklick. Die Linux-Welt ist bei weitem nicht so GUI-feindlich wie du behauptest. Es ist nur so, dass es in der Unix-Welt durchaus eine Wertschätzung dafür gibt, dass bestimmte Dinge mit einer schönen CLI weit besser und effizienter zu lösen sind als mit einer schlechten GUI. GUIs sind halt z.B. für Automatisierung sehr schlecht nutzbar, einer der Gründe warum es z.B. weiterhin höllisch aufwändig ist, Windows-Server mit einer vernünftigen Orchestrierung zu versehen.

BinarySoul hat geschrieben:
Und da fühlen sich Linux-User praktisch pro former schonmal direkt angegriffen oder in Rechtfertigungsnot.
Das ist ein Linux Grundgesetz "Never ask for a GUI".
Dabei will das garkeiner ;D


Ich weiss ja nicht, welche Linux-User du so kennst, aber alle die ich kenne verwenden einen ganz normalen grafischen Desktop und das nicht nur, weil man da so schön viele Konsolen mit nem VI drauf plazieren kann. Klar haben sich die Programmierer unter denen verschiedene blöde, dauernd wiederholende Aufgaben wegautomatisiert, aber hey, das hab ich auf meinem Mac auch und das hat der Windows-User im Team auch - mir ist das einfach zu blöde jeden Monat am Ultimo die gleichen 10 Schritte zu machen, damit die VMs von Modern.ie wieder in meiner Vagrant-Umgebung laufen. Also muss eine etwas irrwitzige Kombination aus Bash, cmd.exe und Puppet her die zwar drei Stunden braucht bis sie fertig ist, aber die macht das klaglos auch Nachts wenn ich schlafe. Und zwar jeden Monat. Ich sehe das Problem eher umgekehrt: Windows wäre so viel nutzbarer, wenn man für gewisse Zwecke auf eine sinnvolle Shell zurück greifen könnte.

BinarySoul hat geschrieben:
Ich selber benutze Windows nur zum Spiele starten, weil es darin nunmal unschlagbar ist (wegen dem Support der Hardwarehersteller und natürlich der Spielehersteller) und das schon seit Jahrzehnten (Mit suseLinux 9.1 begonnen, weiß nicht wie lange das her ist.)


Etwas mehr als 10 Jahre (Suse 9.1 war Anfang 2004). Und das mit "Windows ist unschlagbar" ist so ne Sache, da warten wir mal ab was Valve mit SteamOS so macht. Ist noch gar nicht so lange her, da waren Spiele für MacOS seltener als so manche Orchidee, heute ist das eigentlich für alle größeren Hersteller Pflicht.

BinarySoul hat geschrieben:
Und falls das ehr auf Shoes als auf die Gesamt-Thematik der GUI's gemünzt war, würde ich mich freuen ein Tutorial zu schreiben, bzw. eine YT Reihe dazu zu machen. Jedoch müsste ich selbst dazu erstmal Shoes verstehen, und das bedeutet in erster linie, mit Ruby-Verstehen mal fertig werden.
Um mich daran zu erinnern wie weit ich mit "ruby verstehen" bin, brauche ich mir nur die empfohlene Seite anzusehen die darlegt, was der Unterschied zwischen procs und lambdas ist, und schon weiß ich wieder, das ich noch SEHR viel zu lernen habe.


Wenn du wartest bis du alles verstanden hast wirst du nie fertig. Ich mach den Kram jetzt schon ne ganze Weile und ich hab immer noch so ein paar Sachen wo ich regelmässig dazu lerne oder Dinge sehe, die ich noch nie gesehen habe. Das gehört dazu. Am Anfang mehr, später betrifft das die eher esoterischen Features, aber ganz durch ist man nie - da kommt einfach viel zu viel zusammen. Jeder das das Gegenteil behauptet belügt entweder dich oder sich selbst. Und der genaue Unterschied zwischen Procs und Lambdas ist wirklich nicht so wichtig. Wichtig ist zu wissen, dass es einen gibt, dann kann man die Details im Zweifelsfalle immer nachschlagen. Wenn man sich jetzt noch merkt, dass das hauptsächlich mit der Behandlung von explizitem "return" zu tun hat und dass man Lambda bevorzugt, da das Verhalten von Proc etwas unerwartet ist, dann hat man eigentlich alles für die Praxis wichtige im Kopf. In gefühlt 90% aller Fälle macht's echt keinen Unterschied ob man eine Proc oder ein Lambda verwendet, explizites return ist in ruby sowieso eher verpönt und entsprechend selten.

All in all: Auch wenn Shoes in Ruby gebaut ist, um mit Shoes anzufangen braucht man von Ruby erst mal nur wenig Ahnung zu haben. Einfach anfangen, sich überlegen was man in nem Tutorial machen möchte und schreiben. Wenn du irgendwo hängst oder Feedback brauchst, einfach rumfragen, da hilft dir sicher wer weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 14 Aug 2014, 08:58 
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Irgendwie wird die Diskussion jetzt religiös. Gestarted sind wird bei Blöcken und sind nun bei Linux/Windows/Mac Flame.
Die Frage ist doch was sind die Anforderungen, was soll gemacht werden? One fits All gibt's noch nicht.

Wenn man die Anforderungen kennt, kann man Argumente Pro und Contra finden.
Dann kommen noch ein paar persönliche Präferenzen und der aktuelle
Wissenstand hinzu. Damit kann man dann eine Entscheidung treffen, was passt.

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Grüße
Jack


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BeitragVerfasst: 14 Aug 2014, 10:14 
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Beiträge: 1821
Wohnort: NRW → UN
slowjack2k hat geschrieben:
Irgendwie wird die Diskussion jetzt religiös. Gestarted sind wird bei Blöcken und sind nun bei Linux/Windows/Mac Flame.


Naja, Flaming ist noch nicht erreicht, immerhin gibt es hier noch sachliche Argumente. Weit ist das aber wohl nicht mehr.

In jedem Falle hat die Diskussion die ursprüngliche Fragestellung um Procs und Lambdas verlassen. Ich habe das Thema entsprechend aufgeteilt und diesen Teil in das „Sonstiges“-Forum verschoben.

Vale,
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 Betreff des Beitrags: Re: Ruby Blöcke/Closures (Fragen)
BeitragVerfasst: 14 Aug 2014, 12:19 
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Schüler

Registriert: 06 Jul 2014, 16:34
Beiträge: 26
slowjack2k hat geschrieben:
Irgendwie wird die Diskussion jetzt religiös. Gestarted sind wird bei Blöcken und sind nun bei Linux/Windows/Mac Flame.
Die Frage ist doch was sind die Anforderungen, was soll gemacht werden? One fits All gibt's noch nicht.


Jap du hast vollkommen recht. Ich wollte auch sicher niemandem auf den Schlips treten mit meinen Einschätzungen. Zumal sich die Frage nach einer GUI in meinem Augen sogar ehr zum Positiven geklärt hat. Ich hab 2 sehr interessante Ansätze gefunden zur realisierung (Shoes und Glade).
Damit werde ich auf jedenfalls schonmal das basteln können, was mir vorschwebt.

edit: Das was hier mal stand, kommt jetzt zur Blöcke/Closures (Fragen) abteilung.


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